Teil 4

Projekte- und Projektsuche

Auftragslage

Die Auftragslage für Freelancer bleibt angespannt. Die Projektlage hat sich spürbar verschlechtert. Nach starkem Wachstum bis 2023 ist das Projektangebot deutlich zurückgegangen – von rund 400 Projekten bei JobConnect registrierten Projekten im Jahr 2023 auf etwa 280 im Jahr 2025 (-30%).

Freelancer mit mehreren Projekten arbeiten zunehmend branchenübergreifend. IT&Entwicklung, Dienstleistungen und Fertigung bleiben wichtige Auftraggeber, verlieren jedoch an Anteil. IT-Projekte sinken von 2024 auf 2025 um rund 30%, Dienstleistungen sinken um etwa 20%. In der Fertigung sind es ebenfaslls rund 30% weniger Projektanfragen. Die Nachfrage verteilt sich insgesamt breiter über verschiedene Branchen.

Projektanzahl pro Freelancer

Die Mehrheit der Freelancer hat in den letzten zwölf Monaten nur ein bis zwei Projekte umgesetzt (55%). 25% realisierten drei bis vier Projekte, 13% fünf oder mehr, 7% hatten gar kein Projekt. Imrojektbasierten Bereich (Business Consulting) ist die Zahl paralleler Aufträge deutlich höher, über 80% dieser Freelancer setzen fünf oder mehr Projekte um. Die Projektdauer ist dabei aber auch geringer.

Projektaquise

Die Projektakquise wird zunehmend zeitintensiv. Bereits 2025 brauchten viele Freelancer zwei bis drei Monate für ein neues Projekt, 20% sogar länger. 2026 verschärft sich die Lage weiter. 25% benötigen inzwischen mehr als drei Monate.

Projektdauer
Je nach Fachgebiet variiert die Dauer deutlich. In Bereichen wie Einkauf, Logistik oder Verwaltung ist die Suche besonders lang, während sie in Kunst, Kultur, Medien und Marketing schneller verläuft.
Ausblick
Der Ausblick bleibt verhalten- 68% erwarten 2026 eine schwierige oder sehr schwierige Auftragslage. Nur wenige rechnen mit einer eher leichten Marktsituation,20% erwarten keine Veränderung. Die skeptische Einschätzung bestätigt die Prognosen aus 2025. Damals erwarteten zwi Drittel eine schwere Auftragslage, und 60% bewerteten 2025 rückblickend tatsächlich als schwierig.

, der Herausgeber dieser Studie, stützt sich auf Daten aus Vermittlungen von 2022 bis 2026 sowie interne Datenbanken. Als Dienstleister im Bereich Arbeitsvermittlung bietet JobConnect fundierte Einblicke in aktuelle Trends und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt.