Teil 5

Herausforderungen und Trends

Freelancer stehen 2026 vor mehreren zentralen Herausforderungen.

Belastungsfaktoren

Besonders häufig genannt werden Projektakquise und unregelmäßige Auslastung. Weitere Belastungsfaktoren sind Preisdruck, Steuerabgaben sowie rechtliche Unsicherheiten wie das Thema Scheinselbstständigkeit.

Projektaquise

In der Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern sehen viele Freelancer deutlichen Verbesserungsbedarf. Über die Hälfte der Freelancer geben Ghosting (keine Rückmeldung nach Profilversand, Schweigen nach einem Bewerbungsgespräch, keine Antwort auf Nachfragen zum Projektstatus und Abbruch der Kommunikation ohne Erklärung) als Hauptgrund an. Besonders das ausbleibende Feedback sorgt für Frustration und erschwert eine effiziente Projektplanung.
Im Direktauftrag mit Unternehmen zeigen sich ähnliche Hürden. Viele Freelancer wünschen sich vor allem klarere Anforderungen und schnellere Entscheidungen, um Projekte zügig starten zu können.

Trends

Externe Trends haben unterschiedlichen Einfluss. Künstliche Intelligenz und Automatisierung werden positiv bewertet. Drohnentechnolgie und Building Information Modeling (BIM) sind lukrativ.

Wirtschaftliches Umfeld

Kritisch sehen Freelancer die wirtschaftliche Lage. Steigender Kostendruck, die Projektlage und Inflation sowie höhere Lebenshaltungskosten werden als Hauptbelastung wahrgenommem.

Internationalisierung

Internationalisierung bleibt ein Wachstumsfeld, ist aber noch kein Standard. Während 60 % der Freelancer 2026 keine internationalen Projekte hatten, können sich 40 % künftig eine internationale Zusammenarbeit vorstellen.