Teil 3

Wirtschaftliches Umfeld

Die Honorare am Freelancer‑Markt bleiben stabil: Der durchschnittliche Stundensatz liegt 2026 bei rund 101 € und damit nur minimal über dem Vorjahreswert. Deutliche Unterschiede zeigen sich weiterhin zwischen den Fachgebieten. Spitzenwerte erzielen Einkauf & Logistik sowie Coaching.
Der Gender‑Pay‑Gap verringert sich spürbar: Frauen erreichen inzwischen 97,50 € pro Stunde und holen weiter auf.
Auffällig ist die geringe Dynamik bei Preis­anpassungen: Nur ein Viertel der Freelancer hat seine Stundensätze im letzten Jahr erhöht. Im Schnitt um 14%. Gleichzeitig steigt der Anteil derjenigen, die ihre Preise senken: 18% reduzierten ihre Honorare, doppelt so viele wie vor zwei Jahren. Die große Mehrheit lässt ihre Preise unverändert.

Erfahrung wirkt sich stark aus: Unter 5 Jahren liegen die Honorare bei 81 €, über 20 Jahren bei 106 €.

Die Gewinnsituation verschiebt sich nach unten: 35% liegen unter 25.000 €, nur 14% über 125.000 €. Die finanzielle Zufriedenheit sinkt weiter: 2026 sind nur 45% zufrieden (2023: 70%). Insgesamt steigt die Unzufriedenheit seit 2023 kontinuierlich in allen Bereichen. Die finanzielle Lage bleibt angespannt: 59% der Freelancer haben ihre Stundensätze nicht verändert, 25% erhöht und 16% gesenkt. Erhöhungen lagen im Schnitt bei 14%, Senkungen bei 19%.

Nur ein Drittel können solide Rücklagen bilden. Dennoch bleibt die Investitionsbereitschaft hoch: Besonders in Weiterbildung (48%), Arbeitsmittel (44%) und Software (42%). Marketing und Sichtbarkeit spielen eine geringere Rolle (25%), 13% planen aktuell keine Investitionen.

, der Herausgeber dieser Studie, stützt sich auf Daten aus Vermittlungen von 2022 bis 2026 sowie interne Datenbanken. Als Dienstleister im Bereich Arbeitsvermittlung bietet JobConnect fundierte Einblicke in aktuelle Trends und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt.